Ketzer – Zitate von Christen und anderen Leuten

 

1. Bibel

 

"Die Bibel mag immer die richtige Quelle sein, um ein Zitat zu finden, mit dem literarisch oder rhetorisch Staat zu machen ist. In ihrer Gesamtheit jedoch wird sie auch von Gläubigen inzwischen als der Versuch kritisiert, Erwachsenen mit Kinderbüchern beizukommen".
(Klaus Brandstetter)

 

 "In den ersten Jahrhunderten gab es sechzig Evangelien, die fast alle gleich unverdaulich waren. Man verwarf sechsundfünfzig wegen ihrer Kindlichkeit und Albernheit. Gäbe es hierfür keinerlei Anhaltspunkte bei denjenigen, die man behalten hat?"
(Denis Diderot, franz. Schriftsteller, Aufklärer u. Philosoph, 1713-1784).

 

„Die Bibel ist kein historisches Informationsbuch. Das wusste schon Spinoza. Das ist wirklich nicht neu. Man kann Gott nicht vergegenständlichen, ohne Aberglauben zu züchten.

(Eugen Drewermann im Interview mit der Zeitschrift "Diesseits"  im Jahr 2000)  

 

 "Das Märchen (der Bibel) ist Ursache, dass die Welt noch 10.000 Jahre stehen kann und niemand recht zu Verstande kommt, weil es ebensoviel Kraft des Wissens, des Verstandes, des Begriffes braucht, um es zu verteidigen, als es zu bestreiten."

(Johann Wolfgang von Goethe, dt. Dichter, 1749-1832) 

 

"Du hältst das Evangelium, wie es steht, für die göttliche Wahrheit. Mich würde eine vernehmliche Stimme vom Himmel nicht überzeugen, dass das Wasser brennt und dass das Feuer löscht, dass ein Weib ohne Mann gebiert und dass ein Toter aufersteht. Vielmehr halte ich dieses für Lästerungen gegen den großen Gott und seine Offenbarung in der Natur".
(Goethe, an Lavater, 9.8.1782)

 

"Die Geschichte des guten Jesus hab ich nun so satt, dass ich sie von keinem, außer von ihm selbst, hören möchte".
(Johann Wolfgang von Goethe, dt. Dichter, 1749-1832)

 

"Die Offenbarung Gottes in der Bibel folgt nicht einmal aus christlichen Begriffen. Wenn er sich offenbaren wollte, so hätte er vermöge seiner Liebe, die es ihm nicht erlaubte, die Menschen irrezuführen, und vermöge seiner Allmacht, die es ihm möglich machte, ein Buch liefern müssen, welches über alle Missdeutung erhaben war und von jedem, wie er selbst, erfasst werden konnte. So hat er sich z. B. in der Natur ausgesprochen, die von jedem verstanden wird".
(Friedrich Hebbel, dt. Schriftsteller & Dichter, 1813-1863, Tagebücher)

 

"Warum s c h r i e b Christus nicht, wenn er die Evangelien wollte"?

(Friedrich Hebbel, dt. Schriftsteller & Dichter, 1813-1863)

 

"Der Buchstabe ist nicht der Geist, und die Bibel ist nicht die Religion".
(G. E. Lessing, dt. Dichter, 1729-1781)

 

"Kein Wort im Evangelium ist in unseren Tagen mehr befolgt worden als das: Werdet wie die Kindlein".
(G. Chr. Lichtenberg, dt. Schriftsteller u. Physiker, 1742-1799)

 

"Kindliche Wundermärchen über Wandeln auf dem Wasser und Wiederauferstehung eines Toten werden um so eher als Wunder geglaubt je weniger die eigene Bildung dazu befähigt, die tatsächlichen Wunder des Mikrokosmos des Universums und der unendlich komplizierten Systeme des Lebens auch nur annähernd als solche wahrzunehmen".

(Georg Christoph Lichtenberg, dt. Physiker u. Schriftsteller 1742 - 1799)

 

"Die von mir eigenhändig korrigierte Ausgabe (der Bibel) muss als die einzige wahre und echte bei der Strafe des Bannes von jedermann allein gebraucht und allen folgenden Auslegungen zugrunde gelegt werden. Jede Änderung, und sei es nur die eines Wortes, wird mit der Exkommunikation belegt".
(
Papst Sixtus V. zu seiner im Jahre 1590 erschienenen Bibelversion. (1521-1590)

 

"Schon der Anfang der Vernunft selbst ist in der Bibel ein Verbrechen. Im übrigen geht es dort zu wie im wirklichen Leben: Mord, Plünderung, Vergewaltigung, Genozid. An 100 Bibelstellen wird ausdrücklich im Namen Gottes getötet, an 1000 Stellen tötet dieser Gott selbst. Sein Sohn droht schließlich mit nie endenden Folterqualen über den Tod hinaus denjenigen, die ihn nicht lieben. Den Liebenden bringt er den eucharistischen Kannibalismus zur Seelenstärkung.

Was ist es für eine moralische Vernunft, die hier ihren Anfang und ihre Prinzipien erkennt und anerkennt"?

(Günther Schulte Professor für Philosophie an der Universität zu Köln)

 

 

"Die Beweisführung (für religiöse Wahrheiten) ist schwierig und kann nur von Gelehrten verstanden werden; der Glaube aber ist nötig für die Ungebildeten, für die jungen Menschen und all diejenigen, denen es an Muße fehlt, sich mit Philosophie zu beschäftigen... Für sie reicht die Offenbarung."

(Thomas von Aquin in: "Summa contra Gentiles" (entstanden ca. 1259-64)

 

"In Zeiten blinden und unwissenden Glaubens hat die Kirche festgesetzt, dass die Schriften, besonders die des Neuen Testaments, vollständig als authentisch und wahrhaftig zu gelten haben. Heute kann sie daher nicht mehr umkehren. Die Ergebnisse der modernen Wissenschaft müssen abgelehnt, als falsch bewiesen werden. Andererseits müssen die irrigen Entscheidungen der Kirche als wahr bewiesen werden. Deshalb muss man glauben, dass schwarz weiß ist".

(Alighiero Tondi, ehem. päpstl.Theologe und Professor an der "Gregoriana".)

 

"Ein Mythos, der auf einem anderen Mythos aufbaut wird zur Legende. Ein Mythos, der auf einer Legende aufbaut, wird zum Märchen".

(unbekannt)

 

"Die Päpste und ihre Helfershelfer waren so sehr davon überzeugt, dass ihre Macht ausschließlich auf der Unwissenheit beruht, dass sie immer wieder die Lektüre des einzigen Buches verboten haben, das ihre Religion verkündet; sie sagten: Hier ist euer Gesetz, und wir verbieten euch, es zu lesen; ihr erfahrt daraus nur, was wir euch zu lehren geruhen. Diese absonderliche Tyrannei ist unbegreiflich, und trotzdem gibt es sie. Jede Bibel in lebender Sprache ist verboten; erlaubt ist sie nur in einer Sprache, die nicht mehr gesprochen wird."
(Voltaire, franz. Schriftsteller, 1694-1778)

 

„Die Bibel ist nicht die Urkunde der Offenbarung Gottes selbst, sondern die Urkunde des Glaubens von Menschen an Gottes Offenbarung“.

„Gott sei Dank hat Gott nicht alles gedacht, gesagt und getan, was in der Bibel über ihn geschrieben steht! Er hat uns sein Wort gegeben, nicht seine Wörter – die Wörter stammen von Menschen. Auch wenn es in der Bibel heißt: „Der Herr hat geredet“, geschieht solches Reden durch Menschen.  Darum sollen wir Gott zwar beim Wort, aber die Bibel – um Gottes willen! – nicht wörtlich nehmen".

„Wenn die biblischen Verfasser erlebten, wie ängstlich wir mit jedem ihrer Wörter, ja Buchstaben und Satzzeichen umgehen, sie würden sich über uns, wenn sie’s vermöchten, in ihren Gräbern noch einmal totlachen".

(Heinz Zahrnt, dt. Theologe, 1915-2003)

 

 

 

2. Christen, Christentum, Christus

 

"Wenn man das Kreuz anbetet, an dem Christus gestorben ist, muss man auch den Esel anbeten, auf dem er geritten ist".
(Bischof Claudius von Turin, 9. Jh.)

 

"Christi Niederlage war nicht die Kreuzigung, sondern der Vatikan".
(Jean Cocteau, franz. Schriftsteller, 1889-1963)

 

"Zur selben Stunde, in der unser Herr Jesus Christ es zuließ, dass er für uns den Kreuzestod erlitt, flohen die Verteidiger von den Mauern durch die Stadt, und die Unsrigen folgten ihnen und trieben sie vor sich her, sie tötend und niedermetzelnd, bis zum Tempel Salomos, wo es ein solches Blutbad gab, dass die Unsrigen bis zu den Knöcheln im Blut wateten...
Nachdem die Unsrigen die Heiden endlich zu Boden geschlagen hatten durcheilten die Kreuzfahrer die ganze Stadt und rafften Gold und Silber. Dann, glücklich und vor Freude weinend, gingen die Unsrigen hin, um das Grab unseres Erlösers zu verehren, und entledigten sich Ihm gegenüber ihrer Dankesschuld".
(Chronist über die Eroberung Jerusalems)

 

"Es ist nicht verwunderlich, dass sich gerade die freieren Geister... mit Grausen vom Christentum und von der Kirche insgesamt abwenden".

(Hermann Detering, Theologe)

 

"Jeder Stoiker war ein Stoiker; wo aber ist im Christentum der Christ"?

 (Ralph Waldo Emerson, Philosoph, 1803 - 1882)

 

"Gestatten Sie mir, Ihnen zu sagen, dass unsere heutigen Religionen der Religion Christi so wenig gleichen wie jener der Irokesen. Jesus war ein Jude, und wir verbrennen Juden. Jesus predigte Duldung, und wir verfolgen. Jesus predigte eine gute Sittenlehre, und wir üben sie nicht aus. Jesus hat keine Dogmen aufgestellt, die Konzile der Kirche aber haben reichlich dafür gesorgt. Kurz, ein Christ des 3. Jahrhunderts ist einem Christen des 1. gar nicht mehr ähnlich".

(Friedrich der Große, preuß. König, 1712-1786)

 

"Christus hatte Brüder und Schwestern, aber keins seiner Geschwister gesellte sich zu seinen Aposteln".

(Friedrich Hebbel, dt. Schriftsteller & Dichter, 1813-1863)

 

 "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass selbst Raubtiere dem Menschen nicht so feindlich gesinnt sind wie die Christen gegeneinander".
(Julian, römischer Kaiser, 331-363, genannt: Apostata, der Abtrünnige)

 

"Das Christentum ist heute ein Leichnam, der nur noch dank der künstlichen Sauerstoffzufuhr seitens interessierter Politiker, Theologen und Kirchenfunktionäre den Anschein von Lebendigkeit zu erwecken vermag".
(Joachim Kahl, dt. Theologe und Philosoph, *1941) 

 

"Dem Opfermahl der Heiden und Juden entspricht bei den Christen das Abendmahl. Und so wie die Heiden durch den Genuss ihrer Opfermahlzeiten in eine geheimnisvolle Gemeinschaft mit ihren Göttern treten, so wir mit dem erhöhten Herrn". (Der Theologe Lietzmann in "Messe und Herrenmahl".)  

 

"In solch einem Krieg ist es christlich und ein Werk der Liebe, die Feinde getrost zu würgen, zu rauben, zu brennen und alles zu tun, was schädlich ist, bis man sie überwinde. Ob es wohl nicht so scheint, dass Würgen und Rauben ein Werk der Liebe ist, weshalb ein Einfältiger denkt, es sei kein christliches Werk und zieme nicht einem Christen zu tun: so ist es doch in Wahrheit auch ein Werk der Liebe".
(Martin Luther über 'Heilige Kriege')

 

"Zum Christentum wird man nicht geboren, man muss dazu nur krank genug sein".
(Friedrich Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900)

 

"Die persönlichen Lehren Christi: Demut, Feindesliebe, Unweltlichkeit werden nirgends befolgt. Vielmehr ist es im gesamten Abendlande Sitte, sich mit seinem Nächsten nicht zu befassen, gegen Feinde vorzugehen, das Leben auf die Sorge für den kommenden Tag zu stellen, den, der einem auf den rechten Backen schlägt, niederzuschießen und die geistig Armen als minderwertig anzusehen".
(Walther Rathenau, dt. Staatsmann u. Industrieller, 1867-1922)

 

"Religionen, wenn sie nicht von Zeit zu Zeit erneuert werden, altern wie Bäume. Das Christentum in der uns bekannten Form hat seine Zeit gehabt. Wir wollen eine neue Form, die in Übereinstimmung steht mit der Wissenschaft und dennoch für ein gutes Leben hilfreich ist".
(Bertrand Russell, engl. Phil., 1872-1970, Autobiographie)

 

"Aus dem Christentum ist weitgehend das ›kalte‹ Projekt der Zivilreligion geworden: spiritueller Flankenschutz bei der Bewältigung innerweltlicher Probleme, die sich zur Not auch ohne solche Hilfe lösen lassen. Die kalte Religion kommt ohne ernsthafte Transzendenz aus. Die Glaubenswelt ist soweit psychologisiert und soziologisiert, dass daraus ein Gemisch wird aus Sozialethik, institutionellem Machtdenken, Psychotherapie, Meditationstechnik, Museumsdienst, Kulturmanagement und Sozialarbeit".  (Rüdiger Safranski, Philosoph)

 

"Der Jesus von Nazareth, der als Messias auftrat, die Sittlichkeit des Gottesreiches verkündete, das Himmelreich auf Erden gründete und starb, um seinem Werke die Weihe zu geben, hat nie existiert. Es ist eine Gestalt, die vom Rationalismus entworfen, vom Liberalismus belebt und von der modernen Theologie in ein geschichtliches Gewand gekleidet wurde".
(Albert Schweitzer, dt. Theologe, Mediziner & Philosoph, 1875-1965)

 

"Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht".
(Albert Schweitzer, dt. Theologe, Mediziner & Phil., 1875-1965)

 

"Wenn die Christenheit seit den Tagen der Alten Kirche betet: Dein Reich komme! Dann bittet sie damit auch indirekt um das Vergehen der Kirchen. Am Ende der Religionsgeschichte steht nicht der Sieg des Christentums, schon gar nicht der Katholiken, Protestanten oder Orthodoxen (der Alleinvertreter, Profilbewahrer, oder Fundamentalisten), sondern das Reich Gottes, in das alle Religionen, Kirchen und Konfessionen eingehen werden".  (Heinz Zahrnt, dt. Theologe, 1915-2003)

 

 

 

3. Glauben und Wissen, Ideologie

 

"Theologie ist "der professionalisierte und institutionalisierte Missbrauch der Vernunft im Dienste des Glaubens."

(Hans Albert, dt. Philosoph und Sozialwissenschaftler, *1921)

 

"Sie glaubt an Gott, aber sie glaubt auch, dass das Radio wegen der winzigen Leute darin funktioniert".
(Woody Allen, amerikan. Schauspieler u. Regisseur, *1935)

 

"Es ist Religion, an keinen Gott zu glauben - ihn glauben heißt, ihn lästern".
(Ludwig Anzengruber, österr. Dramatiker, 1839-1889)

 

"Im christlichen Glauben hat die Vernunft nichts zu suchen und die Naturwissenschaft nichts zu melden".
(Klaus Berger, Heidelberger Theologe 1940 -)

 

"Gott ist nur eine Arbeitshypothese. Es zeigt sich, dass alles auch ohne Gott geht und zwar ebenso gut wie vorher".
(Dietrich Bonhoeffer, dt. ev. Theologe, 1906-1945)

 

"Toleranz ist gut. Aber nicht gegenüber Intoleranten".
(Wilhelm Busch, dt. Zeichner u. Dichter, 1832-1908)

 

"Wer in Glaubensfragen den Verstand befragt, kriegt unchristliche Antworten".
(Wilhelm Busch, dt. Dichter u. Zeichner, 1832-1882)

 

"Siehe, es leuchtet ein, dass es jedem Mensch frommt, an eine unaussprechliche dreifache Einheit und 'eine' Dreiheit zu glauben; und zwar an 'eine' Dreiheit wegen der 'einen' Wesenheit, 'dreifach' aber und 'Dreiheit' wegen der 'drei' - ich weiß nicht was".

(Anselm von Canterbury (1033 - 1109), Heiliger und Kirchenlehrer)

 

"...Wer Gott als den "großen Gott der Lücken" hinzuzieht, um Dinge zu erklären, die er ansonsten nicht erklären kann, hängt einem Götzenbild an, das sich kaum von der Anbetung des Goldenen Kalbs unterscheidet, von dem die Bibel berichtet..."

(George V. Coyne, Jesuit und Leiter der päpstlichen Sternwarte, 1934 - ).

 

"Die Entstehung des Lebens ist  kein determinierter, vorher bestimmter Prozess. Vielmehr ist sie eine sehr chaotische Entwicklung, deren Fortgang auf Zufällen beruht. Es gibt eine bestimmte Richtung, in die die Evolution geht. Aber es gibt auch eine Menge Zufall in ihr. Wir können nicht so viel voraussagen, wie wir glauben voraussagen zu können."

(George V. Coyne, Jesuit und Leiter der päpstlichen Sternwarte, 1934 - ).

 

"Die Gläubigen sind selten Denker und die Denker selten gläubig".
(Hans Daiber)

 

"Fragt man sich doch überhaupt, warum der Herr nur seinen Jüngern erschien und nicht auch seinen Anklägern und Richtern, vor denen er den Glauben an seine Auferstehung ja viel wirksamer hätte begründen können".
(Karlheinz Deschner, dt. Autor u. Historiker, *1924)

 

"Der größte Teil der Klugheit des Klerus besteht in der Dummheit der Laien".

(Karlheinz Deschner, Kirchenkritiker)

 

"Da zuletzt doch alles auf den Glauben hinausläuft, müssen wir jedem Menschen das Recht zugestehen, lieber das zu glauben, was er sich selbst, als was andre ihm weisgemacht".

(Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach, österr. Schriftstellerin, 1830-1916).

 

"Das Dogma ist nichts anderes als ein ausdrückliches Verbot zu denken".
(Ludwig Feuerbach, dt. Philosoph, 1804-1872)

 

"Der menschliche Geist ist schwach. Mehr als drei Viertel der Menschen sind für die Sklaverei des absurdesten Fanatismus geboren. Die Furcht vor dem Teufel und vor der Hölle macht sie blind, und sie verwünschen den Weisen, der sie aufklären will. Der große Haufe unseres Geschlechts ist dumm und boshaft. Vergebens suche ich in ihm jenes Ebenbild Gottes, von dem es nach der Versicherung der Theologen den Abdruck in sich tragen soll".

(Friedrich der Große an Voltaire)

 

"Der Glaube ist nicht der Aufgang, sondern das Ende allen Wissens".
(Johann Wolfgang von Goethe, dt. Dichter, 1749-1832)

 

"Die Menschheit lässt sich keinen Irrtum nehmen, der ihr nützt. Sie würde an Unsterblichkeit glauben, und wenn sie das Gegenteil wüsste. Es wäre möglich, dass unser ganzes höheres Leben nichts als ein warmes Gespinst von nützlichen Täuschungen lieferte, aber es wäre auf jeden Fall etwas ganz Außerordentliches, und ein Wesen, das so weise, so göttlich träumte, möchte die Realisierung seiner Träume verdienen und — bewirken"!

(Friedrich Hebbel, dt. Schriftsteller & Dichter, 1813-1863)

 

"Ich glaube, eine Weltordnung, die der Mensch begriffe, würde ihm unerträglicher sein als diese, die er nicht begreift. Das Geheimnis ist seine eigentliche Lebensquelle, mit seinen Augen will er etwas sehen, aber nicht alles; sieht er alles, so meint er, er sieht nichts".

(Friedrich Hebbel, dt. Schriftsteller & Dichter, 1813-1863)

 

"Bei der Frage über die Unsterblichkeit der Seele hängt alles davon ab, ob man behaupten darf, dass sie immer war, denn nur, wenn sie immer war, wird sie immer sein, hat sie aber einen Anfang genommen, so muss sie auch ein Ende nehmen. Darf man ja sagen? Entsteht sie nicht, entwickelt sie sich nicht wie der Körper, wächst in ihr das Bewusstsein nicht ebenso wie im Leibe das Gefühl der Kraft? Findet sie in sich einen Faden, der bis über die Geburt hinausgeht, eine geistige Nabelschnur, die sie auf eine ihr selbst erkennbare Weise mit Gott und Natur verbindet? Und wie ihre Wurzeln nicht über die Geburt, so reichen ihre Fühlfäden nicht über den Tod hinaus, und Geburt und Tod selbst entziehen sich ihr wie Zustände, die ihr nicht mehr allein angehören. War sie aber des ungeachtet immer, wie fällt dann das christliche Dogma, als ob ihre ganze geistige Existenz in Ewigkeit von dem kleinen Erdendasein abhängig sei, in nichts zusammen".

(Friedrich Hebbel, dt. Schriftsteller & Dichter, 1813-1863)

 

"In die Kirche ging ich morgens,
um Komödien zu schauen,
abends ins Theater, um mich
an der Predigt zu erbauen".
(Heinrich Heine, dt. Dichter, 1797-1856, Reisebilder)

 

"Der Glaube ist eine sechste Art von Sinn, der wirksam wird, wenn die Vernunft versagt".
(Mahatma Ghandi, ind. Freiheitskämpfer, 1896-1948) 

 

"So glaube ich heute im Sinne des allmächtigen Schöpfers zu handeln: Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn".
(Adolf Hitler)

 

"Je religiöser ein Mensch, desto mehr glaubt er; je mehr er glaubt, desto weniger denkt er; je weniger er denkt, desto dümmer ist er; je dümmer er ist, desto leichter kann er beherrscht werden. Das gilt für Sektenmitglieder ebenso wie für die Anhänger der großen Weltreligionen mit gewalttätig intolerantem "Wahrheits"-Anspruch. Dagegen hilft, auf Dauer, nur Aufklärung".
(
Adolf Holl, Religionssoziologe)

 

"Wenn ich diesem Wesen die Attribute höchster menschlicher Moral zusprechen soll, dann sage ich deutlich, dass ich das nicht tun werde."

(John Stuart Mill, 1865)

 

"Wenn Dreiecke einen Gott hätten, würden sie ihn mit drei Ecken ausstatten".
(Charles-Lois Baron de Montesquieu, fr. Philosoph, 1689-1755)

 

"Es bedarf nichts als Geschwätz, um beim Volke Eindruck zu machen. Je weniger es begreift, desto mehr bewundert es. Unsere Väter und Lehrer haben oft nicht das gesagt, was sie dachten, sondern was ihnen die Umstände und das Bedürfnis in den Mund legten".
(Gregor von Nazianz, Kirchenlehrer * um 390)

 

"Angewöhnung geistiger Grundsätze ohne Gründe nennt man Glauben".
(Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900, Menschliches, Allzumenschliches)

 

"Glaubt man sich noch so sehr der Religion entwöhnt zu haben, so ist es doch nicht in dem Grade geschehen, dass man nicht Freude hätte, religiösen Empfindungen und Stimmungen ohne begrifflichen Inhalt zu begegnen, zum Beispiel in der (Göttlichkeit der) Musik; und wenn eine Philosophie uns die Berechtigung von metaphysischen Hoffnungen, von dem dort her zu erlangenden tiefen Frieden der Seele aufzeigt und zum Beispiel von "dem ganzen sichern Evangelium im Blick der Madonnen bei Rafael" spricht, so kommen wir solchen Aussprüchen und Darlegungen mit besonders herzlicher Stimmung entgegen: der Philosoph hat es hier leichter, zu beweisen, er entspricht mit dem, was er geben will, einem Herzen, welches gern nehmen will. Daran bemerkt man, wie die weniger bedachtsamen Freigeister eigentlich nur an den Dogmen Anstoß nehmen, aber recht wohl den Zauber der religiösen Empfindung kennen; es tut ihnen wehe, letztere fahren zu lassen, um der ersteren willen."

(Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900, Menschliches, Allzumenschliches)

 

"Ich würde ja gerne an die Erlösung glauben - wenn die Erlösten nur etwas erlöster aussehen würden."   (F. Nietzsche, dt. Philosoph , 1844 – 1900)

 

 "Uns und den Unsrigen ist das Märchen vom Jesus zum Segen geworden!"
(Papst Pius II., 1405-1464)

 

"Ein Esel stellt sich Gott als Esel vor. Der Papst stellt sich Gott als Mann vor"
(Uta Ranke-Heinemann, deutsche Theologin)

 

"In einer Gesellschaft von Menschen gleichen Glaubens genügt es, dass einer behauptet, etwas Übernatürliches zu sehen oder zu hören, damit die anderen es auch sehen oder hören".
(Ernest Renan, franz. Religionshistoriker u. Schriftsteller, 1823-1892)

 

"Gott ist die fixe Idee von Theologen, die bei dem Verständnis der Fakten des Universums hoffnungslos überfordert sind".
(Walter Schäfer, Theaterintendant und Schriftsteller 1901 - 1976)

 

"Die goldene Zeit der Geistlichkeit fiel immer in die Gefangenschaft des menschlichen Geistes".
(Friedrich von Schiller, dt. Schriftsteller, 1759-1805)

 

"Paulus und seine griechischen Gemeinden haben das gleiche erlebt, wie die Mysten von Eleusis bei dem heiligen Kykeon, die des Dionysos bei dem herumgereichten Weinbecher, die der Kybele bei dem Essen und Trinken aus dem heiligen Kymbalon und Tympanon und die des Mithras bei Brot und Wein. Die Einsetzungsworte werden schon bei Paulus ähnlich wie die Deuteworte in Eleusis gebraucht". (Der Theologe Carl Schneider in "Geistesgeschichte I")

 

"Glauben und Wissen verhalten sich wie zwei Schalen einer Waage: in dem Maße, als die eine steigt, sinkt die andere".
(A. Schopenhauer, dt. Philosoph, 1788-1860)

 

"Glauben und Wissen vertragen sich nicht wohl im selben Kopfe: sie sind darin wie Wolf und Schaf in einem Käfig; und zwar ist das Wissen der Wolf, der den Nachbar aufzufressen droht".
(Schopenhauer, dt. Philosoph, 1788-1860, Über Religion)

 

"Gespräch anno 33.: A.: Wissen Sie schon das Neueste? B.: Nein. Was ist passiert? A.: Die Welt ist erlöst. B.: Was Sie sagen. A.: Ja. Der liebe Gott hat Menschengestalt angenommen und sich in Jerusalem hinrichten lassen; dadurch ist nun die Welt erlöst und der Teufel geprellt. B.: Ei, das ist ja ganz scharmant."

(Arthur Schopenhauer, Philosoph, 1788-1860).

 

"Jeder vernünftige Verstand beginnt mit einem lebensbejahenden Atheismus. Er befreit die Seele von Aberglauben, Schrecken, Duckmäusertum, gemeiner Willfährigkeit und Heuchelei und schafft Raum für das Licht des Himmels".
(George Bernard Shaw, brit. Dichter, 1856-1950)

 

"Es ist für mich ebenso leicht, zu glauben, dass das Weltall sich selber geschaffen hat, als dass ein Schöpfer des Weltalls sich selber schuf, nein vielleicht sogar leichter, denn das Weltall existiert in sichtbarer Form und schafft sich selbst im Fortschreiten ständig neu, während ein Schöpfer dieses Weltalls eine Hypothese ist".
(George Bernhard Shaw, irischer Dramatiker u. Nobelpreisträger, 1856-1950)

 

"Der Glaube eines Menschen kann durch kein Glaubensbekenntnis, sondern nur durch die Beweggründe seiner gewöhnlichen Handlungen festgestellt werden".
(George Bernard Shaw, irischer Dramatiker, 1856-1950)

 

"Wer Gott definiert, ist schon Atheist".
(Oswald Spengler, dt. Geschichtsphil., 1880-1936, Gedanken, Von der Religion)

 

"Es gibt Leute, die den Schuljungen verlachen und ihn leichtfertig und oberflächlich nennen. Dabei war es ein Schuljunge, der gesagt hat: 'Glaube ist, wenn man was glaubt und weiß, es ist nicht so."'
(Mark Twain, amerikan. Schriftsteller, 1835-1903)

 

"Der glaubwürdige Gott ist nicht denkbar, ein denkbarer Gott ist nicht glaubwürdig".
(unbekannt)

 

"Das Erste Gebot, man solle sich kein Bild von IHM machen, muss wohl vor allem als Berufsverbot für Theologen verstanden werden."

(unbekannt)

 

"Unsere Aussagen über Gott, über seine Person, über seine Eigenschaften, über seine Handlungen sind indirekte, symbolische Aussagen, und es kommt darauf an, dass die Symbole nicht wörtlich verstanden und für das Göttliche selbst gehalten werden. Wer das tut, verfehlt das Symbol und macht Gott zu einem menschlichen Götzen".

(Heinz Zahrnt, dt. Theologe, 1915-2003)

 

 

 

4. Kirche

 

"Es wird offenbar, dass es die Strukturen waren, die die Kirche mächtig gemacht haben, nicht etwa ihre Botschaft. Letztere hat sie durch den geradezu zynischen Unterschied zwischen Predigt und gelebter Wirklichkeit selbst entweiht".
(Klaus Brandstetter)

 

"Die Statthalter Gottes mochten es noch so arg treiben, den dummen Menschen gingen die Augen nicht auf. Fürsten und Völker ließen sich von den Päpsten das Fell über die Ohren ziehen und küssten dafür den Tyrannen noch immer demütig den Pantoffel".
(
Otto von Corvin, "Der Pfaffenspiegel", (1812-1886)

 

"Des großen Alexander Reich zerfiel; das der alten Römer und das Napoleons gingen in Trümmer; sie waren gebaut auf die Gewalt der Waffen. Aber das Reich von Neu-Rom besteht schon fast anderthalbtausend Jahre und wird wer weiß wie lange bestehen, denn es ruht auf dem solidesten Fundament - auf der Dummheit der Menschen.

(Otto von Corvin,  (1812-1886)

 

"Niemand vor Stalin und Hitler hat in Europa das menschliche Leben so unentwegt aufs äußerste verachtet und in den Staub getreten, ja, dies noch - Gipfel zynischer Perversion - als 'gottgewollt' verkündet, wie die christliche Kirche".
(Karlheinz Deschner, dt. Historiker, 'Die Kirche des Unheils')

 

"Ja, es muss ein eigentümliches Vergnügen sein, von Jahrhundert zu Jahrhundert im Blut der Menschheit zu schwimmen und Halleluja zu rufen"!
(Karlheinz Deschner, 'Die Kirche des Unheils')

 

"Übrigens stellen die Priester uns nur darum als Ebenbilder Gottes hin, um sich selbst als Werkzeuge und Dolmetscher der Gottheit auszugeben".
(Friedrich der Große, 1712-1786 an Prinz Wilhelm von Braunschweig)

 

"Wer sähe nicht, wenn er die Geschichte der Kirche durchläuft, dass sie Menschenwerk ist! Welch eine erbärmliche Rolle lässt man Gott darin spielen!"
(Friedrich der Große, preuß. König, 1712-1786)

 

"Es ist gar viel Dummes in den Satzungen der Kirche. Aber sie will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen".
(Goethe, zu Eckermann)

 

"Gestatten Sie mir, Ihnen zu sagen, dass unsere heutigen Religionen der Religion Christi so wenig gleichen wie jener der Irokesen. Jesus war ein Jude, und wir verbrennen Juden. Jesus predigte Duldung, und wir verfolgen. Jesus predigte eine gute Sittenlehre, und wir üben sie nicht aus. Jesus hat keine Dogmen aufgestellt, die Konzile der Kirche aber haben reichlich dafür gesorgt. Kurz, ein Christ des 3. Jahrhunderts ist einem Christen des 1. gar nicht mehr ähnlich.

(Friedrich der Große, preuß. König, 1712-1786)

 

"Sie sang vom irdischen Jammertal,
von Freuden, die bald zerronnen,
vom Jenseits, wo die Seele schwelgt,
verklärt in ewigen Wonnen.

Sie sang das alte Entsagungslied,
das Eiapopeia vom Himmel,
womit man einlullt, wenn es greint,
das Volk, den großen Lümmel.

Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
ich kenn' auch die Herren Verfasser;
ich weiß, sie tranken heimlich Wein
und predigten öffentlich Wasser".
(Heinrich Heine, 1797-1856, Deutschland - ein Wintermärchen I)

 

"Nichts charakterisiert die Wirklichkeit des christlichen Abendlandes prägnanter als die Tatsache, dass bei Gotteslästerung den Menschen im Mittelalter die Zunge herausgeschnitten wurde".

(Joachim Kahl, dt. Theologe und Philosoph, *1941)

 

"Man meinte bisweilen, ich sei nicht genug katholisch, jedenfalls nicht genug römisch-katholisch. Aber war Jesus von Nazareth römisch-katholisch?"

(Hans Küng, katholischer Priester und Professor mit entzogener Lehrerlaubnis).

 

"Die Kirchengeschichte ist die beste Schule, um an dem Dasein eines Gottes als Weltenlenkers zu zweifeln".

(Franz Camille Overbeck, ev. Theologe, 1837-1905)

 

"Die Kirche ist dessen schuldig, was sie den anderen vorwirft, sie hat gestohlen; es ist das alte Lied: Haltet den Dieb! Das ist die Taktik, wenn man die Verfolger von sich ablenken will, während man doch selber der eigentliche Dieb ist...

Wenn man einen Mysteriengeweihten heute ins Leben zurückrufen könnte, so würde er uns bestätigen, dass er sich bei der Heilandsgestalt Jesus von der Geburt bis zur Himmelfahrt Szene für Szene an die beiden Heilande Dionysos und Herakles erinnert fühlt".

(Hermann Raschke,, Theologe)

 

"Die besten Reformer, die die Welt je gesehen hat, sind jene, welche bei sich selbst anfangen".
(George Bernhard Shaw, irischer Dramatiker, 1856-1950)

 

"Die Behauptung, das Christentum habe eine erhebenden Einfluss auf die Moral, kann nur aufrechterhalten werden, wenn man sämtliche historische Beweise ignoriert oder fälscht". (Bertrand Russell, engl. Phil., 1872-1970)

 

 "Es ist eine Tatsache, dass niemals eine Verurteilung, niemals eine Exkommunizierung gegen das Regime Hitlers ausgesprochen worden ist, nicht einmal, als dieser und seine Partei in den Konzentrationslagern Millionen von Menschen umbrachten"

( A. Tondi, ehemals Jesuit und Professor an der päpstlichen Gregoriana).

 

"Die katholische Kirche ist ein Phantom, die kirchliche Lehre ist von Anfang an auf parteipolitische Zwecke ausgerichtet. Ihre politischen Tugenden sind mit den evangelischen Grundsätzen nicht vereinbar. Niemals würde Jesus ein Reich gegründet haben, dessen Fundamente auf Mord, Betrug, Habgier und Totschlag ausgerichtet sind. Es ist absurd, den Armen das Evangelium zu predigen, wenn man vielfacher Milliardär ist und Beteiligungen an Rüstungsfabriken hält".

( A. Tondi, ehemals Jesuit und Professor an der päpstlichen Gregoriana).

 

"Wie der dogmatische Apparat ein Kerker für den Verstand ist, so ist die Beichte ein Kerker für den ganzen Menschen".

(Alighiero Tondi, ehem.päpstl.Theologe)

 

"In Zeiten blinden und unwissenden Glaubens hat die Kirche festgesetzt, dass die Schriften, besonders die des Neuen Testaments, vollständig als authentisch und wahrhaftig zu gelten haben. Heute kann sie daher nicht mehr umkehren. Die Ergebnisse der modernen Wissenschaft müssen abgelehnt, als falsch bewiesen werden. Andererseits müssen die irrigen Entscheidungen der Kirche als wahr bewiesen werden. Deshalb muss man glauben, dass schwarz weiß ist".

(Alighiero Tondi, ehem.päpstl.Theologe)

 

"...es überrascht, in welchem Ausmaß und mit welcher Peinlichkeit sich die führende Geistlichkeit mit solchen  Fragen (der Sexualität) auseinander setzt... Ohne weiteres kann man behaupten, dass es kaum ein unflätiges Buch gibt, das unter diesem Aspekt schlimmer wäre als eine moraltheologische Abhandlung".

(Alighiero Tondi, ehem.päpstl.Theologe)

 

"Die Enzykliken gehen immer von abstrakten, ganz allgemeinen Betrachtungen aus. (Die Gewalt komme von Gott, nicht vom Volk... Gehorsam gegenüber der Obrigkeit sei notwendig; alle Übel rührten von der Trennung der Menschen von Gott und der Kirche her, usw.) Wenn die Päpste dann zum Kern der Frage kommen, reden sie darum herum. Sie nennen kein wesentliches Mittel, das den Grund für die Missstände träfe".

(Alighiero Tondi, ehem.päpstl.Theologe)

 

"Dies ist der Gipfel des Monströsen und Lächerlichen, Gott als einen kleinlichen, unsinnigen und barbarischen Despoten zu verkünden, der einigen seiner Favoriten heimlich ein unverständliches Gesetz mitteilt und die übrigen des Volkes umbringt, weil sie dieses Gesetz nicht gekannt haben."

(Voltaire, franz. Schriftsteller u. Philosoph, 1694-1778).

 

"Wenn die Christenheit seit den Tagen der Alten Kirche betet: Dein Reich komme! Dann bittet sie damit auch indirekt um das Vergehen der Kirchen. Am Ende der Religionsgeschichte steht nicht der Sieg des Christentums, schon gar nicht der Katholiken, Protestanten oder Orthodoxen (der Alleinvertreter, Profilbewahrer, oder Fundamentalisten), sondern das Reich Gottes, in das alle Religionen, Kirchen und Konfessionen eingehen werden". 

(Heinz Zahrnt, dt. Theologe, 1915-2003)

 

"Gottes Heiliger Geist ist in der Geschichte der christlichen Kirche mannigfach gezähmt und in Gefäßen aufgefangen worden... Wo der Geist trotzdem über die Mauer sprang und Menschen - ohne kirchliche Vermittlung und theologischen Freigabebescheid - erfasste, disziplinierte man die "Be-geisterten", und so wurde die Geistesgeschichte des Christentums auf weite Strecken identisch mit der Ketzergeschichte".

(Heinz Zahrnt, dt. Theologe, 1915-2003)

 

 

 

5. Religion, Religionen

 

"Viele Menschen handeln im Namen Gottes. Nordiren jagen sich in seinem Namen gegenseitig in die Luft. Araber jagen sich in seinem Namen gegenseitig in die Luft. Imame und Ayatollahs unterdrücken in seinem Namen Frauen. Zölibatäre Päpste und Priester mischen sich in seinem Namen in das Sexualleben ihrer Mitmenschen ein. Jüdische Shohets schneiden in seinem Namen Tieren bei lebendigem Leibe die Kehle durch.

Das, was in der Vergangenheit von der Religion ausging - blutige Kreuzzüge, die Folter der Inquisition, Eroberer, die zu Massenmördern wurden, Missionare, die ganze Kulturen zerstörten, und ein bis zum letzten Moment geleisteter und gesetzlich legitimierter Widerstand gegen jede wissenschaftliche Erkenntnis - ist noch verheerender. Und wozu war das alles gut?... Es war alles eine riesige Verschwendung von Zeit und Menschenleben. Man möchte meinen, das ganze sei ein Witz von kosmischen Ausmaßen, wenn es nicht so tragisch wäre".

 (Richard Dawkins 2004, geb.1941, Lehrstuhl für die Verbesserung des öffentlichen Verständnisses der Wissenschaft, Oxford University; Zoologe, Biologe, Schriftsteller, Literature Award 1997 der Royal Society und der Los Angeles Times).

 

"Der Religion ist nur das Heilige wahr, der Philosophie nur das Wahre heilig".
(Ludwig Feuerbach, dt. Philosoph, 1804-1872)

 

"Der Ursprung, ja das eigentliche Wesen der Religion ist der Wunsch. Hätte der Mensch keine Wünsche, so hätte er auch keine Götter. Was der Mensch sein möchte, aber nicht ist, dazu macht er seinen Gott".
(L. Feuerbach, dt. Philosoph, 1804-1872)

 

"Auch die Religion kann ihr Versprechen (des Glücks) nicht halten. Wenn der Gläubige sich endlich genötigt findet, von 'Gottes unerforschlichem Ratschluss' zu reden, so gesteht er damit ein, dass ihm als letzte Trostmöglichkeit und Lustquelle im Leiden nur die bedingungslose Unterwerfung geblieben ist. Und wenn er zu dieser bereit ist, hätte er sich den Umweg wahrscheinlich sparen können".
(Sigmund Freud, österr. Psychologe und Psychiater, 1856-1939, Das Unbehagen in der Kultur)

 

"Ich kann sagen, dass ich der jüdischen Religion so ferne stehe wie allen anderen Religionen, d. h. sie sind mir als Gegenstände wissenschaftlichen Interesses hochbedeutsam, gefühlsmäßig bin ich an ihnen nicht beteiligt".
(Sigmund Freud, österr. Psychologe, 1856-1939)

 

"Es ist müßig davon zu reden, dass wir Seelen für Gott gewinnen wollen. Ist Gott so hilflos, dass er nicht von sich aus Seelen für sich gewinnen könnte? Religion ist immer die persönliche Angelegenheit jedes einzelnen".
(Mahatma Gandhi, ind. Politiker u. Reformator, 1869-1948)

 

 "Von dem Augenblick an, wo eine Religion bei der Philosophie Hilfe begehrt, ist der Untergang unabwendlich".
(Heinrich Heine, dt. Dichter, 1797-1856)

 

"Religion ist die einzige Philosophie, die das Durchschnittshirn verstehen und annehmen kann".
(Joseph Joubert, franz. Moralist, 1754-1824)

 

"Die Religion, die nur auf Theologie gebaut ist, kann niemals etwas Moralisches enthalten".
(Imanuel Kant, dt. Philosoph, 1724-1804)

 

"Eine Religion, wie immer sie auch beschaffen sein möge, wird sich vor der Lächerlichkeit immer durch 'gute Werke' retten".
(Henry de Montherlant, franz. Dichter, 1896-1972)

 

"Religionen, wenn sie nicht von Zeit zu Zeit erneuert werden, altern wie Bäume. Das Christentum in der uns bekannten Form hat seine Zeit gehabt. Wir wollen eine neue Form, die in Übereinstimmung steht mit der Wissenschaft und dennoch für ein gutes Leben hilfreich ist".
(Bertrand Russell, engl. Phil., 1872-1970, Autobiographie)

 

"Es ist möglich, dass sich die Menschheit an der Schwelle eines goldenen Zeitalters befindet, wenn dies jedoch der Fall ist, muss zuerst der Drache getötet werden, der den Eingang bewacht, und dieser Drache ist die Religion".

(Bertrand Russell 1872 - 1970, Mathematiker und Philosoph)

 

"Religion ist die Metaphysik des Volkes".
(Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph, 1788-1860)

 

"Religionen sind wie Leuchttürme. Sie bedürfen der Dunkelheit, um zu leuchten".

(Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph, 1788-1860)

 

"Es kommt fast für jeden Menschen der Augenblick, wo die überkommene und angelernte Religion von ihm abfällt wie der Mörtel von der Wand. Erziehung, Haus und Familie, religiöses Milieu, alles kann nichts helfen, denn es muss so kommen, damit der Mensch er selbst wird".
(Albert Schweitzer, dt. Theologe, Mediziner & Philosoph, 1875-1965)

 

"Der gemeine Mann betrachtet die Religion als richtig, der Weise als falsch und der Politiker als nützlich".
(Seneca, römischer Philosoph, 4-65 n.Chr.)

 

"Wenn 670 verschiedene Religionen, Kirchen, Konfessionen und Kulte dieser Erde sich im Besitz einer „göttlichen Wahrheit“ wähnen, dann müssen 670 göttliche Teilwahrheiten, falls es sich denn um solche handelt, zusammengenommen eine größere Wahrheit über Gott offenbaren".

(unbekannt)

 

"Ich bin überzeugt, dass die christliche Religion seit Konstantin mehr Menschen vernichtet hat als es heute Einwohner in Europa gibt".

(Voltaire, franz. Schriftsteller u. Philosoph, 1694-1778)

 

 

 

6. Religiöse Pädagogik

 "Je mehr ich über die Religionsgeschichte lernte, desto mehr wurde mein früheres Unbehagen bestätigt. Die Lehren, die ich als Kind fraglos akzeptiert hatte, waren tatsächlich Menschenwerk, über einen langen Zeitraum hinweg konstruiert. Die Wissenschaft hatte den Schöpfergott offenbar abgeschafft, und Theologen hatten bewiesen, dass Jesus nie behauptet hatte, göttlich zu sein. Als Epileptikerin hatte ich blitzartige Visionen, von denen ich wusste, dass sie ein bloßer neurologischer Defekt waren: Waren die Visionen und Ekstasen der Heiligen auch nur Produkt einer Gehirnzuckung? Gott kam mir zunehmend als Abweichung vor - etwas, über das die Menschheit hinausgewachsen war...
Trotz meiner Jahre als Nonne glaube ich nicht, dass meine Erfahrung Gottes ungewöhnlich ist. Meine Vorstellung von Gott wurde in der Kindheit geformt und hielt mit meinem wachsenden Wissen in anderen Disziplinen nicht Schritt. Ich hatte den allzu schlichten Kinderglauben an den Weihnachtsmann revidiert; ich war zu einer reiferen Einsicht in die Komplexität des menschlichen Dilemmas gelangt, als dies im Kindergarten möglich gewesen war. Doch mein frühes, konfuses Gottesbild hatte sich nicht verändert oder entwickelt. Menschen ohne meinen eigentümlich religiösen Hintergrund stellen vielleicht ebenfalls fest, dass ihr Gottesbild in der frühen Kindheit geformt wurde.
(Karen Armstrong  ehem. Nonne "A History of God" (Vintage Books, London 1999)

"Wenn die Kinder nicht nach dem fragen dürfen, was sie interessiert, was sie seltsam oder unwahrscheinlich finden, wenn ihre Fragen ausweichend, zweideutig oder verlogen beantwortet werden, wenn ihre geistige Arbeitskraft dazu ausgenutzt wird, ihnen Kenntnisse beizubringen, die weder kritisiert noch bezweifelt werden dürfen - dann wirkt dies alles direkt und effektiv verdummend. Die Kinder werden 'Arm im Geiste', sie werden feige, schläfrig, gehorsam: - sie werden Christen"!
(Arnulf Øverland, Das Christentum, die zehnte Landplage)

"Man sollte sich zur heiligsten Pflicht machen, dem Kinde nicht zu früh einen Begriff von Gott beibringen zu wollen. Die Forderung muss von innen heraus geschehen, und jede Frage, die man beantwortet, ehe sie aufgeworfen ist, ist verwerflich. Das Kind hat vielleicht seine ganze Lebenszeit daran zu wenden, um jene irrigen Vorstellungen wieder zu verlieren".
(Friedrich von Schiller, dt. Schriftsteller, 1759-1805)

"Wenn die Welt erst ehrlich genug sein wird, um Kindern vor dem 15. Jahre keinen Religionsunterricht zu erteilen, dann wird etwas von ihr zu hoffen sein".
(Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph, 1788-1860)

"Es kommt fast für jeden Menschen der Augenblick, wo die überkommene und angelernte Religion von ihm abfällt wie der Mörtel von der Wand. Erziehung, Haus und Familie, religiöses Milieu, alles kann nichts helfen, denn es muss so kommen, damit der Mensch er selbst wird".
(Albert Schweitzer, dt. Theologe, Mediziner & Philosoph, 1875-1965)

 

7. Kirchliche Autoritäten über Frauen

"Die Frau muss das Haupt verhüllen, weil sie nicht das Ebenbild Gottes ist."
(Ambrosius, Kirchenlehrer, 339-397)

"Das Weib ist ein minderwertiges Wesen, das von Gott nicht nach seinem Ebenbilde geschaffen wurde. Es entspricht der natürlichen Ordnung, daß die Frauen den Männern dienen."
(Kirchenvater Augustinus, hl., 354-430)
(Augustinus gilt als einer der bedeutensten Kirchenlehrer. Mit dem Titel 'Kirchenlehrer' erkennt die Kirche den Beitrag einer Person zur Lehre und Verständnis des Glaubens an.)  

 "Ein männlicher Fötus wird nach 40 Tagen, ein weiblicher nach 80 Tagen ein Mensch. Mädchen entstehen durch schadhaften Samen oder feuchte Winde."
(Thomas von Aquin, Kirchenlehrer und Patron der katholischen Hochschulen)

"Der wesentliche Wert der Frau liegt in ihrer Gebärfähigkeit und in ihrem hauswirtschaftlichen Nutzen."
(Thomas von Aquin, Kirchenlehrer, 1225-1275)

"Das Weib verhält sich zum Mann wie das Unvollkommene und Defekte (imperfectum, deficiens) zum Vollkommenen (perfectum)."
(Thomas von Aquin, hl., Kirchenlehrer, 1225-1274)

"Die Frau ist ein Mißgriff der Natur... mit ihrem Feuchtigkeits-Überschuß und ihrer Untertemperatur körperlich und geistig minderwertiger...eine Art verstümmelter, verfehlter, mißlungener Mann...die volle Verwirklichung der menschlichen Art ist nur der Mann."
(Thomas von Aquin, hl., Kirchenlehrer, 1225-1274) 

"Frauen sind nicht fähig, Priesterinnen zu sein".
(Der anglikanische Bischof Edwin Barnes, Bischof von Richborough, 1995)

"Frauen dürfen in der Kirche nicht singen."
(Der heilige Bonifatius, Benediktinermissionar u. Apostel der Deutschen, 675-754)
(Zerstörte in heiliger Mission zahlreiche heidnische Heiligtümer und wurde in Anerkennung dieser Leistung zum Erzbischof ernannt.)

"Die Weiber sind hauptsächlich dazu bestimmt, die Geilheit der Männer zu befriedigen."
(Johannes Chrysostomos, 349-407, gr. Kirchenlehrer)
(Chrysostomos wird als einer der vier großen griechischen Kirchenväter verehrt, also als einer der frühchristlichen Schriftsteller, die in ihren Schriften die christliche Lehre begründeten.)

"Das ganze (weibliche) Geschlecht ist schwach und leichtsinnig. Sie finden das Heil nur durch die Kinder."
(Johannes Chrysostomos, hl., 349-407, gr. Kirchenlehrer) 

"Bei der Frau muss schon das Bewusstsein vom eigenen Wesen Scham hervorrufen."
(Clemens Alexandrinus, vor 215)

"Nahe der Kirche dürfen keine Frauen wohnen."
(Synode von Coyaca, 1050)  

"Es ist ein Menschenrecht, nach seiner Facon selig zu werden, und wenn man keine Frauen als Priester haben will, dann muss man das so haben DUERFEN".
(Thorwald C. Franke, Hardcore-Katholik) 

"Wer mit dem Weibe aber verkehrt, der ist der Befleckung seines Geistes so ausgesetzt wie jener, der durchs Feuer geht, der Versengung seiner Sohlen."
(Franz von Assisi, Ordensstifter u. Heiliger, 1181-1226)

"Vielleicht wird uns hier klar, warum wir vorhin auf den engen Zusammenhang des Weibes mit dem Tier aufmerksam machten: Sexualität führt zur Bestialität".
(Bischof Rudolf Graber zur Sexualkunde in Schulen, 1980) 

"In keiner Religion oder Weltanschauung ist die Frau so geachtet und geehrt wie im Christentum!"
(Der katholische Theologe Bernhard Häring im 20. Jahrhundert) 

"...der Gang, wie sich die göttliche Lehre verbreitet: Von Gott zu Christus, von Christus in den Mann und von diesem in das Weib hinab. Umgekehrt verbreitet sich die teuflische Lehre: Sie kommt zuerst in das Weib, denn dies besitzt weniger Unterscheidungsvermögen."
(Alexander von Hales, 1185-1245, Lehrer des Thomas von Aquin)

"Also schlecht ist das Weib von Natur, da es schneller am Glauben zweifelt, auch schneller dem Glauben abschwört, was die Grundlage von Hexerei ist".
(Der 'Hexenhammer')  

"Wenn sich die Frau ihrem Mann, der ihr Haupt ist, nicht unterwirft, ist sie desselben Verbrechens schuldig wie ein Mann, der sich Christus nicht unterwirft."
(Kirchenvater Hieronymus, hl., 347-420)
(Übersetzte die Bibel ins Lateinische und lebte zu lange in der Wüste)

"Eine Frau soll still zuhören und sich ganz unterordnen. Ich gestatte es keiner Frau zu lehren und sich über den Mann zu erheben. Zuerst wurde ja Adam erschaffen, und dann erst Eva".
(Papst Johannes Paul II. in Bezugnahme auf Paulus, 1988 (!!!) )

"Mönche brauchen nur eine Frau zu sehen, dann grunzen sie wie echte Schweine."
(Pressemitteilung Deutscher Katholikentag 1968)
 

 "Eine weibliche Person darf nicht ministrieren... ist nur gestattet, wenn keine männliche Person zu haben und ein gerechter Grund vorhanden ist. Die weibliche Person darf aber auf keinen Fall an den Altar herantreten und darf nur von ferne antworten."
(Kirchliches Gesetzbuch von 1917)

"Die größte Ehre, die das Weib hat, ist allzumal, dass die Männer durch sie geboren werden."
(Martin Luther, dt. Theologe)

"Will die Frau nicht, so komm' die Magd!"
(Martin Luther, Frauenfreund)

"Darum hat das Maidlein ihr Punzlein, daß es dem Manne ein Heilmittel bringe."
(Martin Luther)

 "...wer mag alle leichtfertigen und abergläubischen Dinge erzählen, welche die Weiber treiben...es ist ihnen von der Mutter Eva angeboren, dass sie sich äffen und trügen lassen."
(Martin Luther)

"Ehe ist Arznei für Hurerei".
(Martin Luther)

"Ob sie sich aber auch müde und zuletzt todt tragen, das schadet nichts, laß' sie nur todt tragen, sie sind darumb da."
(Martin Luther, Schwangerschaftsberater)

"Der Tod im Kindbett ist nichts weiter als ein Sterben im edlen Werk und Gehorsam Gottes."
(Martin Luther)

"...würde es nur Erbrechen verursachen, Weiber anzuschauen... Da wir nicht einmal mit den äußersten Fingerspitzen Kot und Schleim anrühren mögen, warum begehren wir so eifrig das Schmutzgefäß selbst zu umfassen?"
(Der heilige Odo von Cluny, Patron der Musiker, für Regen, gegen Dürre, 878-942)   
 

 "Wenn du eine Frau siehst, denke, es sei der Teufel! Sie ist eine Art Hölle!"
(Papst Pius II., 1405-1464)

"Aber, wie nun die Gemeinde ist Christo untertan, also auch die Weiber ihren Männern in allen Dingen."
(Paulusbrief an die Epheser)

 "...diesen Weibern auf die entblößten Brüste scheißen."
(Abraham a Sancta Clara, dt. Prediger,1644-1709)
(Sancta Clara alias J. Ulrich Megerle war der bedeutenste kath. Prediger der Barockzeit.)

"...dass ein schön aufgeputzes Weib ein Tempel sei, der über einer Kloake aufgebauet... Wer wird den Koth für einen Gott anbeten wollen?"
(Abraham a Sancta Clara, 1644-1709)

"...das weibliche Geschlecht ist bei weitem minderwertiger als das männliche... Der weibliche Verstand ist schwächer."
(Der Jesuit Sarasa)

"Frauen haben haben nicht mehr Hirn als ein Strohputz auf dem Acker, der für die Vogelschau ist hinausgestellt worden".
(Georg Stengel, Jesuit, 1584-1651)

"Die Frauen dürfen im eigenem Namen Briefe weder schreiben noch empfangen."
(Synode von Elvira, 4. Jahrh.)

"Wo sich ein Priester aufhält, darf kein Weib eintreten."
(Synode von Paris, 846)

"Priester, die Frauen beherbergen, die Verdacht erregen, sollen bestraft werden. Die Frauen aber soll der Bischof in die Sklaverei verkaufen."
(2. Synode von Toledo, 589)

"Alle Bosheit ist klein gegen die Bosheit des Weibes. Besser ist die Gottlosigkeit des Mannes als ein wohltuendes Weib."
(Die Synode zu Tyrnau, 1611)
 

 
"Auch sie (die Ehe) basiert auf demselben Akt wie die Hurerei. Darum ist es das Beste für den Menschen, kein Weib zu berühren. "
(Quintus Tertullian, Kirchenschriftsteller, 160-225)
(Tertullian vertrat einen rigorosen ethischen Standpunkt und setzte sich für eine strenge Kirchendisziplin ein. Seine Theologie war prägend für die christliche Frühkirche.)

"Der Frau steht nur Trauerkleidung zu. Sobald sie dem Kindesalter entwachsen ist, soll sie 'ihr so gefahrenbringendes Antlitz' verhüllen, bei Gefahr des Verlustes der ewigen Seligkeit."
(Kirchenvater Tertullian)

"Wer die Kleidung beider Geschlechter gleich machen wolle, der würde gegen Gott und die Naturgesetze handeln, und es würde viel Unheil daraus entstehen".
(Juan Luis Vives, span. Pädagoge, Unterweisung der christlichen Frau)

"Das ist unbiblisch. Jesus Christus erkennt die Bischöfin nicht an. Das Bischofsamt in Hannover ist verwaist."
(Der christliche Unternehmer Rudi Weinmann auf einer 'Notsynode' zur Wahl einer Frau ins Bischofsamt, 1999)
  

"Mädchen, die Miniröcke tragen, kommen in die Hölle."
(Der Jesuit Wild im 20. Jahrh.)



8. Diverse Zitate von Kirchenlehrern und Kirchenleuten

"Die Frau muss das Haupt verhüllen, weil sie nicht das Ebenbild Gottes ist".
(Ambrosius, Kirchenlehrer, 339-397)

 

"Was hat man denn gegen den Krieg? Etwa dass Menschen, die doch einmal sterben müssen, dabei umkommen"?
(Augustinus, 354-430, abendländischer Theologe u. Kirchenlehrer)

 

"Maria ist stets wirklich Jungfrau geblieben, auch bei der Geburt des Mensch gewordenen Gottessohnes. Durch seine Geburt hat ihr Sohn ihre jungfräuliche Unversehrtheit nicht gemindert, sondern geheiligt".

(Katechismus der katholischen Kirche 2005)

 

"Es gibt nur wenige Männer... und zu diesen großen Männern gehört unstreitig der Mann, der heute seinen 52.Geburtstag feiert - Adolf Hitler -. Am heutigen Tag versprechen wir ihm, dass wir alle Kräfte zur Verfügung stellen, damit unser Volk den Platz in der Welt gewinnt, der ihm gebührt".
(Kathol. Kirchenzeitung der Erzdiözese Köln 20.4.1941)

 

"Es ist die Pflicht eines jeden Katholiken, Ketzer zu verfolgen".
(Papst Gregor IX., 1170-1241, organisierte die Inquisition)

 

"Die unumschränkte Freiheit des Denkens und die öffentliche Bekanntmachung der Gedanken eines Menschen gehören nicht zu den Rechten der Bürger".
(Papst Leo XIII.) 

 

"Was nicht der Wahrheit oder Sittennorm entspricht, hat kein Recht auf Existenz".
(Papst Pius XII, 1876-1958 im Jahr 1954)

 

"Die von mir eigenhändig korrigierte Ausgabe (der Bibel) muss als die einzige wahre und echte bei der Strafe des Bannes von jedermann allein gebraucht und allen folgenden Auslegungen zugrunde gelegt werden. Jede Änderung, und sei es nur die eines Wortes, wird mit der Exkommunikation belegt".
(
Papst Sixtus V. zu seiner im Jahre 1590 erschienenen Bibelversion. (1521-1590)

 

 

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